Anmeldungen zum Jahresprogramm 2018 sind ab dem 13. November möglich

Reguläres Training; Präsenz-, Klassenraumtraining, Seminar, Workshop  Lernportfolio - lernprozessbegleitende Dokumentation und Reflexion des Lernens

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Portfolios sind inzwischen in vielen Studien- oder Prüfungsordnungen fest verankert; und auch unabhängig davon sind sie aus der Hochschullehre kaum noch wegzudenken. Allerdings stellt sich immer wieder die Frage, wo die didaktischen Chancen und Herausforderungen liegen, die mit dieser Arbeitsform verbunden sind.
Portfolioarbeit, insbesondere im Kontext von Lernportfolios, eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Förderung eines reflexiven, forschenden, individualisierten und nachhaltigen Lernens. "Portfolio" ist jedoch ein vielschichtiger Begriff, so dass für die Beteiligten - Lehrende wie Studierende - nicht immer ersichtlich ist, was damit im konkreten Kontext gemeint ist, welchem Zweck genau die jeweiligen Portfolios dienen und wie sie ausgestaltet sein sollen sowie welcher Arbeitsaufwand auf die Beteiligten zukommt. Bleiben diese Fragen ungeklärt, kann das zu Unsicherheiten oder gar Widerständen führen.
Im Workshop lernen Sie zunächst unterschiedliche Portfoliovarianten und Einsatzszenarien sowie ein Klassifikationsschema zur Einordnung der jeweiligen Varianten kennen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Lernportfolio, das Studierende sowohl veranstaltungsbezogen, im Rahmen von Modulen oder auch studiengangbegleitend erstellen können.
Auf dieser Basis werden wir dann die verschiedenen Einsatzszenarien konkretisieren und im Hinblick auf die Realisierungsmöglichkeiten in Ihren konkreten Lehrkontexten diskutieren. Dabei gehen wir auch auf spezifische Fragen der Umsetzung ein, z.B. "Wie führe ich die Portfolioarbeit bei den Studierenden ein?", "Wie rege ich die Studierenden zu kontinuierlicher Reflexion an und wie fördere ich ihre Reflexionsfähigkeit?", Wie entsteht aus einer Sammelmappe ein Portfolio?" oder "Wie kann ich den Prozess der Portfolioarbeit lernförderlich begleiten?"
Im weiteren Verlauf des Workshops erhalten Sie die Gelegenheit, ein eigenes Projekt zur Portfolioarbeit zu planen, weiter zu entwickeln, Ihren Kolleg/innen vorzustellen und sich ein Feedback einzuholen sowie noch offene Fragen für die Weiterarbeit zu klären.
Ziel des Workshops ist, dass Sie am Ende verschiedene Varianten und Einsatzbereiche der Portfolioarbeit, insbesondere für Lernportfolios, beschreiben und voneinander abgrenzen können sowie für ihren eigenen Kontext aus den unterschiedlichen Varianten eine begründete und zielorientierte Auswahl treffen können. Dabei sind Sie in der Lage, sich auf verschiedene Ebenen der Reflexion im Zusammenhang mit der Portfolioarbeit zu beziehen und für Ihren Bereich Aufgabenstellungen für die verschiedenen Phasen der Portfolioarbeit zu entwickeln, die den Lernprozess und die Reflexion der Studierenden unterstützen. Nicht zu Letzt kennen Sie wichtige Faktoren für die Einführung, Realisierung und Begleitung von Lernportfolios und können diese entsprechend Ihrer eigenen Zielsetzungen berücksichtigen.
Die methodische Gestaltung des Workshops erfolgt teilnehmendenorientiert, d.h. die konkreten Anliegen und Fragestellungen der Teilnehmenden zum Thema stehen im Mittelpunkt und werden zu Beginn der Veranstaltung abgefragt. Ausgangspunkt für die Workshopgestaltung ist ein moderat konstruktivistisches Lernverständnis, das davon ausgeht, dass Lernen ein individueller, aktiver und selbstgesteuerter Prozess der Wissenskonstruktion ist - sowohl für die Lehrenden selbst als auch für die Studierenden.
Im Workshop wechseln sich - in Absprache mit den Teilnehmenden - Impulsreferate, Einzel-/Partner- und Gruppenarbeitsphasen zur Reflexion der eigenen Lehre, kollegialer Austausch, Arbeit an eigenen Projekten und Fragestellungen, Präsentation von Arbeitsergebnissen und kollegiales Feedback im Plenum kontinuierlich ab.
Voraussetzungen:
Interesse und Bereitschaft, sich mit der Thematik auseinander zu setzen sowie Fragen und Beispiele aus der eigenen Lehre einzubringen.
 
Dauer
2,00 Tage (16 AE)