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Mit diesem diskursiven Format möchten wir Ihnen einmal im Quartal eine Plattform bieten, um über innovative Lehr- Lernformate zu diskutieren.
Erfahrene Dozenten der Heidelberger Universität stellen Good-Practice Projekte ihrer eigenen Lehre vor und diskutieren gemeinsam mit den Anwesenden Einsatz- und Implementierungsmöglichkeiten in anderen Fächern.
Dieses Jahr steht das Thema "Wissenschaftliches Schreiben" im Fokus der Projekte.
Für den Start der Reihe in diesem Jahr haben wir Herrn Rafael Klöber gewonnen, der über sein Projekt "Produkt vs. Prozess. Schreiben als explizite Lernform" berichten wird. Herr Klöber lehrt am Südasien Institut der Universität Heidelberg.
Produkt vs. Prozess. Schreiben als explizite Lernform
Das Abfassen schriftlicher Arbeiten gehört - zumal in den Geistes- und Kulturwissenschaften - zum standardisierten Kanon der Prüfungsleistungen am Ende eines jeden Semesters. Hierbei müssen die Studierenden klassischerweise in Klausuren oder Protokollen Inhalte wiedergeben sowie in Essays oder Hausarbeiten eigene Forschungsleistungen und Argumente in formal korrekter und argumentativ überzeugender Weise verschriftlichen. In der Regel bilden jene schriftlichen Produkte wichtige Grundlagen zur Bewertung der Leistungen der Studierenden. Allerdings können die Fähigkeiten zur Erstellung solcher wissenschaftlichen Arbeiten nicht schlicht vorausgesetzt werden.
Anhand von konkreten Beispielen aus jüngeren Lehrveranstaltungen (Proseminare für B.A.-Studierende) möchte der Vortrag Möglichkeiten vorstellen, die es erlauben, explizite Schreibübungen kontinuierlich in die eigene Lehrpraxis zu integrieren. Dabei geht es vor allem darum ein Umfeld anzubieten, in dem Schreiben gelernt und schreibend gelernt werden kann. Solche Schreibübungen lassen sich sowohl über das ganze Semester durchführen als auch an unterschiedliche Anforderungen einzelner Textformen anpassen. Von zentraler Bedeutung ist dabei, dass Schreiben als (teilweise) langwieriger, reziproker und interaktiver Prozess wahrgenommen wird, der nicht einfach gekonnt wird, sondern geübt werden muss. Bestenfalls schlägt sich die erworbene Schreibkompetenz auch im zu bewertenden Produkt, etwa einer Seminararbeit, nieder.
Teilnehmende des Zertifikatsprogramms können bei Teilnahme von 3 Gesprächsabenden und einer zusätzlichen schriftlichen Reflexion dies auf das Zertifikat im Umfang von 8 AE anrechnen lassen. Ansprechpartnerin: Stefanie Maria Lorenz
 
Dauer
0,25 Tage