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Mit diesem diskursiven Format möchten wir Ihnen einmal im Quartal eine Plattform bieten, um über innovative Lehr- Lernformate zu diskutieren.
Erfahrene Dozentinnen und Dozenten der Heidelberger Universität stellen Good-Practice Projekte ihrer eigenen Lehre vor und diskutieren gemeinsam mit den Anwesenden Einsatz- und Implementierungsmöglichkeiten in anderen Fächern.
Für den Abschluss der Reihe in diesem Jahr haben wir Herrn Rafael Klöber gewonnen, der über sein Projekt "Studentische Motivation durch Forschendes Lernen - Das Fallbeispiel: Indien in Heidelberg" sprechen wird. Herr Klöber lehrt und forscht am Südasien-Institut der Universität Heidelberg.
Evaluationen in geschichtswissenschaftlichen Proseminaren in Heidelberg markieren regelmäßig eine vage Unzufriedenheit der Studierenden mit dem Erlernen von praxis- und tätigkeitsrelevanten Wissen. Zum einen liegt das wohl daran, dass die Tätigkeiten im Seminarraum selten als explizit geschichtswissenschaftliche Kompetenzen (Lesen, Schreiben, Argumentieren etc.) gekennzeichnet werden und zum anderen, dass kaum originäre und eigene Forschungsarbeit durch Studierende selbst geleistet wird. Das vorliegende Projekt "Indien in Heidelberg" zeigt, dass diese Unzufriedenheit durch die Konzeption und Durchführung der Lehrveranstaltung gemäß den Prinzipien des Forschenden Lernens aufgelöst werden kann. Dies bedeutet, dass sich 1.) auch die vermeintlich marginalsten Themen dazu eignen, wertvolle und fruchtbare Forschungen in lokalen Archiven zu betreiben; und dass 2.) ein solcher Lehr-Lern-Ansatz, der von den Studierenden fordert relativ eigenständig zu arbeiten, die studentische Motivation (durch Autonomieerfahrung, soziale Eingebundenheit und Kompetenzerleben) spürbar fördert.
Der Vortrag wird das Projekt, das Kursdesign sowie das begleitende Angebot vorstellen, welches den ausgesprochen interaktiven Charakter gemeinsamer Wissensproduktion begünstigt und gleichzeitig die öffentliche Relevanz der studentischen Forschungsergebnisse durch deren abschließende Publikation unterstreicht. Dabei soll gezeigt werden, dass Projekte zum Forschenden Lernen durch ihre Synchronisation von Forschungs- und Lernzyklus ideal geeignet sind, sog. Tiefenlernen bei den Studierenden zu ermöglich.
Teilnehmende des Zertifikatsprogramms können bei Teilnahme von 3 Gesprächsabenden und einer zusätzlichen schriftlichen Reflexion dies auf das Zertifikat im Umfang von 8 AE anrechnen lassen. Ansprechpartnerin: Stefanie Maria Lorenz
 
Dauer
0,25 Tage (2 AE)