Inhalt
Protokolle, Praktikumsberichte, längere Haus-/Seminararbeiten, z.T. verbunden mit einem Exposé, bis hin zur Anfertigung von Bachelor- und Masterarbeiten: Die Anforderungen an Studierende, wissenschaftliche Texte zu schreiben, sind - was Quantität und Qualität angeht - in den Fächern sehr unterschiedlich. Die Erfahrungen vieler (häufig frustrierter) Lehrender und auch Studien zur Entwicklung wissenschaftlicher Denk- und Schreibfähigkeiten zeigen: Die Prämisse, Studierende seien grundsätzlich und bereits ab dem Studienbeginn in der Lage, „wissenschaftliche Arbeiten“ zu schreiben, trifft in vielen Fällen nicht zu.
Aus dieser Situation ergeben sich, vor allem bei Abschlussarbeiten, ein hoher Betreuungsbedarf und eine Verantwortung von Lehrenden für eine lerngerechte Betreuung. Und es stellen sich engagierten Lehrenden zwei Fragen:
- Wie kann und will ich meine Studierenden beim Erstellen von Studien- und Abschlussarbeiten unterstützen?
- Wie kann dabei ein „alltagstauglicher“ Weg aussehen, um z.B. den eigenen Aufwand für eine gute Betreuung nicht beliebig zu steigern?
Die Teilnehmenden werden im Workshop ihr Betreuungskonzept (weiter-)entwickeln und - als praktisches Produkt - einen individuellen Betreuungsleitfaden erarbeiten. Ziel ist, für Studierende mehr Transparenz herzustellen - z.B. im Hinblick auf inhaltliche und formale Anforderungen - und bei Lehrenden für Entlastung zu sorgen.
Im Workshop geht es um
- eine Optimierung von Organisation und Verlauf der Betreuung,
- die Beurteilungskriterien,
- Art und Ausmaß der Betreuung, also um das Betreuungsverhältnis (z.B. in Bezug auf die Frage von Rollen, Verantwortlichkeiten, Erwartungen oder auf Rückmeldungen zu Entwürfen).
Dabei arbeiten wir immer mit dem Blick auf die fachspezifischen Gegebenheiten und Unterschiede und achten besonders auf die Alltagstauglichkeit der Ideen.
Die Teilnehmenden sind nach dem Workshop in der Lage,
- ihre Rolle im Betreuungsprozess zu reflektieren und ein eigenes Betreuungskonzept zu formulieren,
- einen individuellen Betreuungsleitfaden mit passenden Instrumenten zu entwickeln,
- ihre Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten (und damit auch ihre Beurteilungskriterien) konkret zu kommunizieren,
- den Betreuungsprozess so zu gestalten, dass selbstverantwortliches Lernen gefördert wird.